11. Tag War museum Tuol Sleng Museum
 
Eines der zu Verhörzellen umfunktionierten Klassenzimmer

 

Tuol Sleng ist eine ehemalige Schule, die von den Khmer Rouge als geheimes Gefängnis benutzt wurde. Jetzt ist dort ein Museum. Der ältere Mopedfahrer, dem wir auf der Karte zeigen wo wir hin wollen, schüttelt nur den Kopf. Unwahrscheinlich, daß er nicht verstanden hat, was wir möchten, bei ausländischen Touristen mit Geld versteht normalerweise jeder hier um was es geht. Dieses Kapitel ist aber anscheinend doch noch sehr jung in der Geschichte des Landes und nicht etwas worauf man stolz sein könnte. Schließlich lassen wir uns von einen anderen Mopedfahrer hinfahren, der gerne unser Geld annimmt. Wir zahlen 1US$ für die Fahrt, viel mehr als normal.
Das Museum ist mitten in einer Wohngegend. Vor dem Museum bieten sich mehrere Führer an, aber wir ziehen es vor, uns alleine umzusehen. Später erfahren wir, daß mehrere der Führer selbst Verwandte in diesem Gefängnis hatten.

An den Wänden sind Fotos mit grausigen Dokumenten, wie das Tuol Sleng nach dem Sturz der Khmer Rouge aufgfunden wurde.  In den ehemaligen Klassenzimmern wurden Verhöre und Folterungen durchgeführt.
Von den ingesamt etwa18000 Insassen haben nur etwa ein Dutzend überlebt. Alle anderen sind entweder durch die Folter oder später auf  einem der Killing Fields umgebracht worden. Das Center war bis zur Machtübernahme durch die Vietnamesen in Betrieb.
Nur die letzten Opfer wurden in richtigen Gräbern beerdigt nachdem die Vietnamesen die Leichen im Gefängnis auffanden.
In einem Trakt wurden die Gefangenen in Einzelzellen gehalten- hierfür wurden die Zimmer mit Mauern abgeteilt.

 
 

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