Tuol Sleng ist eine ehemalige Schule, die von
den Khmer Rouge als geheimes Gefängnis benutzt wurde. Jetzt ist
dort
ein Museum. Der ältere Mopedfahrer, dem wir auf der Karte
zeigen wo wir hin wollen, schüttelt nur den Kopf. Unwahrscheinlich,
daß er nicht verstanden hat, was wir möchten, bei ausländischen
Touristen mit Geld versteht normalerweise jeder hier um was es geht. Dieses
Kapitel ist aber anscheinend doch noch sehr jung in der Geschichte des
Landes und nicht etwas worauf man stolz sein könnte. Schließlich
lassen wir uns von einen anderen Mopedfahrer hinfahren, der gerne unser
Geld annimmt. Wir zahlen 1US$ für die Fahrt, viel mehr als normal.
Das Museum ist mitten in einer Wohngegend. Vor dem Museum bieten sich
mehrere Führer an, aber wir ziehen es vor, uns alleine umzusehen.
Später erfahren wir, daß mehrere der Führer selbst Verwandte
in diesem Gefängnis hatten.
An den Wänden sind Fotos mit grausigen Dokumenten, wie das Tuol Sleng
nach dem Sturz der Khmer Rouge aufgfunden wurde. In den ehemaligen Klassenzimmern wurden
Verhöre und Folterungen durchgeführt.
Nur die letzten Opfer wurden in richtigen Gräbern beerdigt nachdem
die Vietnamesen die Leichen im Gefängnis auffanden.
In
einem Trakt wurden die Gefangenen in Einzelzellen gehalten- hierfür
wurden die Zimmer mit Mauern abgeteilt.