
Da
der Preis für die 8 km bis zur Grenze natürlich völlig überhöht
ist, lassen wir uns nicht darauf ein. Gleich kommt ein ganzer Schwarm von
Mopeds auf uns zu und wir handeln einen realistischen Preis aus. Als wir
schon losfahren wollen, kommt es zu einem Streit zwischen zwei Mopedfahrern,
da sie sich nicht einigen können, wem das Geschäft zusteht. Es
kommt fast zu einer Schlägerei, schließlich fahren wir aber
doch los. Wolframs Fahrer muß noch tanken und wir verlieren uns aus
den Augen. Kurz vor der Grenze werden wir abgesetzt, wir sind froh daß
alles gut geklappt hat.
Dort
warten schon einige Taxifahrer auf Passagiere. Wir handeln einen Preis
von 15.- $ für die Fahrt nach Pnom Penh aus. Als wir uns über
den Preis einig sind kommt noch ein Engländer über die Grenze
der auch mitfährt. Die Fahrt ist ein neues Erlebnis in Sachen Transportmittel.
Der Fahrer hat anscheinend den Ehrgeiz auf einer völlig desolaten
Straße einen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen. Er bugsiert das
Auto im Slalom um die riesigen Schlaglöcher und überholt mit
wildem Gehupe.
Wir
hatten ja schon gedacht, in Kambodscha wäre Linksverkehr, aus der
Fahrweise unseres Taxifahrers konnte man anfangs keine eindeutigen Rückschlüsse
ziehen. Durch die Beobachtung der anderen Verkehrteilnehmer geht aber hervor,
daß hier nur die meisten Autos das Lenkrad rechts haben.
Eine gute Stunde nachdem wir an der Grenze losgefahren sind, kommt ein
besonders großes Schlagloch und der Fahrer hält vorsichtshalber
besser an um nachzusehen. Er hat noch einen intakten Ersatzreifen im Kofferraum
und der Reifen wird schnell gewechselt. Die obligatorischen Kinder zum
Zuschauen sind auch schnell um uns herum.
Die
Straße geht praktisch immer geradeaus, es gibt so gut wie keine Abzweigungen
und entlang der Straße sind ab und zu Holzhütten und hin und
wieder ein Dorf. Wir kommen allmählich in dichter besiedeltes Gebiet
und halten schließlich vor einem Flußlauf an. Wir sind an einem
Fährhafen, um das Auto scharen sich Kinder die kalte Getränke
verkaufen wollen. Die Fahrt mit der Autofähre dauert ungefähr
10 Minuten, wir sind froh für die Abwechslung. Danach fahren wir noch
ungefähr eine Stunde und kommen in Pnom Penh am späten Nachmittag
an.
Die Busse in Kambodscha sind noch etwas luftiger als in Vietnam. Erstaunlich
ist jedoch, daß es hier viel mehr Autos gibt als in Saigon.
Das Sunway Hotel, eine Empfehlung aus der Flugzeugzeitschrift, erweist
sich als sehr ordentlich und ist auch recht nah am Fährhafen nach
Siam Reep. Wir kaufen dort die Tickets für morgen. Nach
einem Bummel am Fluß, einem kühlen Tiger Bier in einer Bar und
Abendessen am Wasser gehen wir müde ins Bett.
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